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Dem Machbarkeitswahn widerstehen

Geld bringt VerderbenVor dem allgegenwärtigen Machbarkeitswahn, der das menschliche Leben bedrohe, hat Augsburger Bischof Dr. Walter Mixa zu Beginn der Fastenzeit gewarnt.
Dies tat er in einer Predigt vor Künstlern in der Augsburger Marienkathedrale und beim Politischen Aschermittwoch der CSU in Dinkelsbühl.

Ein Ausdruck von Demut vor Gott und vor dem menschlichen Leben sind die drei Grundhaltungen der österlichen Bußzeit. Es handelt sich dabei um Fasten, Beten und Almosen geben.
Dadurch wird der Mensch auf Gott ausgerichtet und aus vielen Zwängen befreit.

Das alleinige Vertrauen auf die technischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten führt den Menschen allzu oft in eine Sackgasse. Diese These bewahrheitet sich immer wieder aufs Neue, zum mit der internationalen Finanzkrise und den sinnlos geführten Kriegen auf der Welt.
In diesem Zusammenhang warnte der Bischof auch vor den Plänen die künstliche Befruchtung zur Erfüllung des Kinderwunsches durch Staatsmittel zu fördern.
"Bei den meisten gängigen Methoden künstlicher Befruchtung werden mehr Embryonen erzeugt als später für die Schwangerschaft gebraucht werden. Die anschließende Vernichtung sogenannter überzähliger Embryonen ist aber faktisch die Tötung von Menschen", erklärt Dr. Mixa.

Die Kinderlosigkeit ist für sehr viele Ehepaare ein sehr schweres Los, es dürfe aber für die Erfüllung des persönlichen Lebensglücks nicht auf Methoden zurückgegriffen werden, bei denen das Leben anderer Menschen geopfert werde.
Der Vatikan hatte in einer Grundlagenschrift zur Bioethik alle Formen der künstlichen Befruchtung als moralisch nicht akzeptabel abgelehnt.