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Rom darf sich nicht erpressen lassen

Rom - VatikanMit einem veröffentlichten Inserat in den Zeitungen "Vorarlberger Nachrichten" und "Neuen Vorarlberger Tageszeitung" hat der bekannte Montafoner Pfarrer Eberhard Amann, aus der Gemeinde St. Gallenkirch, für ein mediales Aufsehen gesorgt.
In dem Inserat unterstützt er den Windischgarstner Pfarrer Gerhard Maria Wagner.

Pfarrer Amann übte harsche Kritik an der "Homoehe" und an "Harry Potter".
Für den Pfarrer sind die Wirtschafts- und Finanzkrise sowie die Hurrikans eine Warnung Gottes an die Menschen.
Den noch nicht angenommenen Rücktritt von Pfarrer Gerhard Wagner als Linzer Weihbischof hält Amann für eine kirchliche Fehlentscheidung. Gegenüber dem ORF-Vorarlberg bezeichnete er den von österreichischen Bischöfen veröffentlichten Hirtenbrief als einen "komischen Hirtenbrief", der "völlig überflüssig" sei.

Angeblich sei man mit Pfarrer Wagner nicht gerade brüderlich umgegangen. Es sei auch nicht gerade tolerant, wenn man einen unbescholtenen Pfarrer, der konservativ denkt und papsttreu ist, als ewig gestrigen hinzustellen.
Der Hirtenbrief der österreichischen Bischöfe stelle das Recht des Papstes in Frage, "zum Bischof zu ernennen, wen er will", so Amann im Gespräch mit den Journalisten.
In einem Brief an Papst Benedikt XVI appelliert Amann an Rom sich nicht erpressen zu lassen.
Lässt man sich einmal auf solch eine Situation ein, "dann kann der Papst den Laden zu tun".
Wagner solle für einen späteren oder anderen Einsatz in Rom zum Bischof geweiht werden.