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Atheisten fordern eigenen Feiertag
Die Atheisten in Deutschland bestehen auf einem eigenen gesetzlichen Feiertag.
Ihr Plan sieht vor, einen sogenannten Evolutionstag einzuführen, dieser soll Christi Himmelfahrt ersetzen.
Am 25. Februar diesen Jahres hat die Giordano Bruno Stiftung eine Kampagne zur Durchsetzung dieser Forderung ins Leben gerufen.
Anlass ist der 200. Geburtstag des Begründers der Evolutionstheorie, Charles Darwin. Dies erklärte Michael Schmidt-Salomon, Vorstandssprecher der Atheistenstiftung.
Salomon ist allerdings nicht der Erwartung, dass die Bundesländer einen zusätzlichen Feiertag einrichten. Aus diesem Grund bietet sich die Umbenennung des Himmelfahrtstags an, so der Vorstandssprecher.
Das konfessionsfreie Drittel in der deutschen Gesellschaft müsse bei den gesetzlichen Feiertagen auch berücksichtigt werden, so Salomon weiter. Nach seiner Auffassung glaubten die meisten Christen in Deutschland ohnehin nicht an die leibliche Auffahrt Jesu in den Himmel. Die meisten Familien nutzen diesen Tag ohnehin nur um Ausflüge in die Natur zu machen. Angemessener könne ein Evolutionstag kaum begangen werden.
Seit Mitte Dezember des vergangenen Jahres gehört die Die Giordano-Bruno-Stiftung zum neu gegründeten Koordinierungsrat säkularer Organisationen.
Der Rat stellt die Behauptung auf, dass mehr als 33 Prozent der Deutschen zu den "Atheisten" zu rechnen sein.
Dieser unsinnigen Behauptung hat Pfarrer Reinhard Hempelmann, der Leiter der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW), energisch widersprochen.
Es handele sich um eine "realitätsferne Wunschvorstellung und Vereinnahmung".
Menschen, die keiner Religion oder Weltanschauung angehören, kann man nicht pauschalisiert als "anonyme Humanisten oder Atheisten" bezeichnen. In Deutschland gehören mehr als 66 Prozent der Einwohner einer Religionsgemeinschaft an.
Die römisch-katholische Kirche hat 25,5 Millionen und die evangelischen Landeskirchen 24,9 Millionen Mitglieder.
Dann gibt es etwa 1,4 Millionen Orthodoxe und 875.000 Mitglieder einer Freikirche, die Zahl der Muslime liegt bei 3,5 Millionen.